Der thailändische Morsecode kodiert die 44 Konsonanten des thailändischen Alphabets sowie ausgewählte Vokale und Tonzeichen. Er entstand Ende des 19. Jahrhunderts für die thailändische Telegrafie und wird bis heute von Funkamateuren mit dem Präfix HS genutzt.
Der thailändische Morsecode entstand in den 1880er-Jahren, als König Chulalongkorn die siamesische Telegrafie modernisierte. Das Gerüst des internationalen Morsecodes wurde an die thailändischen Konsonanten angepasst, während Vokale und Tonzeichen weitgehend implizit blieben und sich aus dem Zusammenhang ergeben.
Thailändische Funkamateure nutzen ihn für QSOs auf Thai. Die königlich thailändischen Streitkräfte setzten ihn historisch für die Verbindung im Inland ein.
Die meisten thailändischen Vokale stehen über, unter, vor oder hinter dem Konsonanten und werden im Morsecode in der Regel aus dem Zusammenhang erschlossen statt eigens gesendet. Für Fälle, in denen der Zusammenhang nicht reicht, gibt es einige eigenständige Vokalcodes.
Tonzeichen haben zugewiesene Codes, werden im alltäglichen Verkehr aber oft weggelassen, sodass die empfangende Seite den Ton aus dem Zusammenhang erschließt. In förmlichen Nachrichten werden sie gesendet.
Im thailändischen Amateurfunk mit dem Präfix HS für QSOs in der Landessprache. See-, Luft- und Militärfunk nutzen heute den internationalen Morsecode oder digitale Betriebsarten.
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